"Die katholischen Bewohner der Filialgemeinde Wehringhausen, Stadtgemeinde Hagen, werden aus dem bisherigen Pfarrverbande der St. Marien-Pfarrei zu Hagen ausgeschieden und zur St. Michaels-Pfarrei vereinigt."
So beginnt die Urkunde, die am 7. September 1902 von den Kanzeln der Mutterkirche St. Marien verlesen wurde. Durch sie wurde die Filialgemeinde St. Michael zur Pfarrei erhoben.

St. Michael um 1902Im Jahre 1898 wurde der erste Spatenstich zur Ausschachtung für den Kirchbau getan. Am 20. April 1898 wurde feierlich die Grundsteinlegung vollzogen. Der erste Teilbau - das Chor, das zweischiffige Querschiff und ein Joch des Langschiffs (das Langschiff mit dem Hauptturm war geplant und sollte später angebaut werden) - konnte am 1. August 1900 eingeweiht werden.
In den darauffolgenden Jahren wuchs die Seelenzahl der Gemeinde so stark an, dass im März 1914 mit den Erdarbeiten für den Ausbau des Gotteshauses begonnen wurde. Im November 1915 ist das Werk vollendet.
St. Michael ist dreischiffig, das Querhaus ist doppelschiffig, das Langhaus hat 5 Joch.
Am Sonntag, 24. November 1915 wird St. Michael von Dr. Karl-Joseph Schulte, Bischof von Paderborn, konsekriert.In den folgenden Jahren wurde die innere Ausmalung der Kirche in Angriff genommen. Notwendige Anschaffungen wurden getätigt (Paramente, Bänke, Kirchenheizung, Ausgestaltung der Seitenaltäre).

Orgelprospekt mit CäcilienfensterAm 17. Mai 1931 ließ die neue Orgel zum ersten Mal ihre Stimmen erklingen. Ihr künstlerisch vollendeter Prospekt bildete mit dem großen Cäcilienfenster eine harmonische Einheit und stellte einen monumentalen Abschluß des Langhauses dar.

  

thumb_kirche_31938, am Fest Christi Himmelfahrt, konnte das heilige Opfer erstmals vor dem neuen Altarbild gefeiert werden. Dies ist ein monumentales Triptychon mit verkürzten Seitenflügeln und zweifach überhöhtem Mittelteil.
Beim schwersten Luftangriff auf Hagen, am 15. März 1945, wird der Dachstuhl der Kirche zerstört. Der Hauptturm und die Orgel verbrennen. Das Inventar kann durch rechtzeitiges Löschen des Feuers gerettet werden.
In den Jahren 1946 - 1948 werden die Gottesdienste in der Kapelle und im großen Saal des Vereinshauses gefeiert.
In dieser Zeit (bis 1951) folgt die Instandsetzung der Kirche und die Renovierung des Innenraumes.
Das Chorfenster und das Altarbild bleiben erhalten, der Turm erhält eine provisorische Abdeckung. Im Januar 1953 wird die neue Orgel eingeweiht, im Dezember 1955 erfolgt die Weihe der neuen Glocken.

thumb_kirche_41969 - 1970 wird St. Michael von innen und außen gründlich renoviert. Der Innenraum wurde nach den Einsichten des Konzils neu gestaltet; der Turm wurde wieder behelmt.


Das Altarbild von 1938 erhielt im Vorraum der Kirche bzw. im rechten Querschiff seinen würdigen Platz.